CANTAMUS auf Reisen
Vom 4. bis 7. Juni waren die Sängerinnen und Sänger des CANTAMUS Chors der Seepfarreien, teilweise in Begleitung ihrer Partnerinnen und Partner, im Vinschgau unterwegs. Im Zweijahresrhythmus geht der Chor jeweils auf Reisen. In diesem Jahr führte die Reise in die Heimat unserer Chorleiterin Dorothea Frisch Egli, die für den Chor ein abwechslungsreiches und liebevoll zusammengestelltes Programm vorbereitet hatte.
Bereits um halb acht Uhr am Fronleichnamsmorgen ging es über den Flüelapass und den Ofenpass nach Glurns.
Das kleine mittelalterliche Städtchen am Oberlauf der Etsch beeindruckte uns besonders mit seiner hervorragend erhaltenen Stadtmauer und den malerischen Arkadengängen. Unsere Chorleiterin übernahm die Stadtführung gleich selbst und führte uns auch zum architektonisch überzeugenden Gebäude der Whisky-Destillerie PUNI, der ersten und einzigen Whisky-Destillerie auf italienischem Staatsgebiet. Am Abend bezogen wir unsere Zimmer in der idyllisch gelegenen Villa Waldkönigin in St. Valentin am Haidersee. Im familiär geführten Hotel wurde der Chor nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Ein delikates Mehrgangmenü am Abend und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet liessen kulinarisch keine Wünsche offen.
Am zweiten Tag besuchte der Chor das Marmorwerk und das dazugehörige Museum in Laas. Der weisse Marmor von Laas ist in seiner Reinheit und Witterungsbeständigkeit einzigartig. Seit dem 19.
Jahrhundert wird er dort abgebaut und geniesst als „Weisses Gold“ weltweites Ansehen bei Architekten und Bildhauern. Zahlreiche bekannte Bauwerke und Skulpturen wurden bereits mit diesem besonderen Material gestaltet. Während einer Führung konnten wir sowohl die künstlerische Werkstatt als auch die industrielle Produktionshalle besichtigen und erhielten dabei viele spannende Informationen. Den Mittagslunch genossen wir im Gasthof Paflur hoch über dem Tal, mit Blick auf die beindruckenden Apfelplantagen.
Am Nachmittag wanderten wir auf einem Waalweg über historische Pfade. Waale sind in Südtirol – ähnlich wie die Suonen im Wallis – zur Bewässerung angelegte Wasserkanäle entlang der Bergflanken, die vor mehreren Jahrhunderten gebaut und teilweise bis heute genutzt werden.
Am dritten Tag besuchten wir das Kloster Marienberg. Das Kloster liegt auf einer Höhe von 1350 m ü. M. und ist damit die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas. Es ist ein Ort der Ruhe und Kraft mit einer eindrucksvollen Geschichte. Wir besichtigten das Museum, die Krypta, die Kirche und die Bibliothek. Besonders begeistert hat uns die architektonische Verbindung von Alt und Neu in der auf zwei Stockwerken innerhalb der Grundmauern erbauten Bibliothek.
Wir nutzten die Gelegenheit und sangen sowohl im Klosterhof als auch in der Krypta einige unserer Chorlieder. Auch ein Geburtstagsständchen für Margrit durfte nicht fehlen. Dieses wurde mit einem feinen, von der Jubilarin gespendeten Apéro gebührend gefeiert.
Am Schlussabend wurde der Chor zudem mit dem Besuch von Herr und Frau Niederfriniger überrascht. Gernot Niederfriniger war der musikalische Leiter des Margronda-Quartetts, das uns bereits anlässlich des Adventskonzerts im KKV Vitznau musikalisch begleitet hatte.
Das Duo Niederfriniger spielte für uns mit Handorgel und Harfe zum Tanz auf. Gernot fungierte zudem als Animateur und schaffte es, dass sich fast alle dem Tanzreigen und den Paartänzen anschlossen. Es wurde ausgelassen gefeiert, getanzt und der letzte Abend im Vinschgau in vollen Zügen genossen. Nach einem gewohnt reichhaltigen Frühstück ging es am Sonntagvormittag wieder heimwärts. Nach einem Fotohalt beim Kirchturm im Reschensee führte die Rückreise über den Reschenpass und den Arlberg zurück nach Greppen und Weggis. Unterwegs wurden wir von unserer Präsidentin Agnes Muheim mit feinem Gebäck verwöhnt. Ein herzliches Dankeschön gilt der Reiseorganisation und besonders unserer Chorleiterin Dorothea Frisch Egli für die Planung dieser wunderschönen Reise.
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